Welches Publikum ist „passend“ für Bilder?
Welcher Mensch ist empfänglich für Bilder?
Jedes Publikum, jeder Mensch !!!
Zeichnungen und Gemälde sind nebst Geschmacks-,
Geruchsstoffe und dem Schall die ältesten, seit Jahrtausenden
vertrauten, indirekten Informationsübermittlungen der Menschen,
ob anfänglich Strichzeichnung in den Boden oder
(Höhlen)Malerei an den Wänden.
Zeichnungen, Gemälde, Photographien sind darum als
Informationsübermittlungen so ideal, da die gegenständliche
Umgebung dem Sehenden bei Lichte als allererstes – zumeist –
als Bild erscheint. Erst dann – zumeist –, wenn der Mensch den
Dingen sich nähert, kann er sie über Geruchs-, Tast-,
Geschmacks- und Gefühlssinn wahrnehmen.
Der Mensch und seine Vorfahren sind also seit Urzeiten, seit
dem es die Mutation zum Sehorgan Auge gibt, auf das
Interpretieren von Bildern trainiert.
Der Betrachtung der Umgebung, der stofflichen Außenwelt, steht
die unstoffliche Innenwelt – die Imagination – als Merk-Mal
anbei.
Zusammen mit den InnenBildern prüft das Gehirn gespeicherte
„Erkenntnisse“ gegenüber gegenwärtiger Betrachtungen auf
ihren Bedeutungsgehalt. Das Gehirn prüft, bewertet neu,
speichert hinzu oder verdrängt als unwichtig oder als
unangenehm beurteilte Beziehungen und ihre Bilder.
. . . Diese Imagination, die das Denken eines Wesens oft
beherrscht, interessiert mich besonders, und besonders in
Bezug auf meine zu erschaffenden Bilder als Zeichnung oder
als Gemälde in verschiedenen Techniken auf verschiedenen
Untergründen.
Oft sind meine Gemälde Kompositionen von Bildern, wie sie
sich in der geistigen Vorstellung ausformen und zueinander
verhalten, je nach Größe ihrer Bedeutung. Ein Baby kann da
größer als dessen Eltern sein, ein Hooligan größer als eine
Fußballmannschaft.
Mit einem herzlichen Gruß !
Andreas Klatt